Kulte in der Africa Proconsularis: Rituale als Ausdruck von Eigenständigkeit und Integration

Drittmittelförderung durch die DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms 'Römische Reichsreligion und Provinzialreligion' (abgeschlossen)

Im Zentrum des Forschungsvorhabens soll die Relation von Provinzialreligion und Reichsreligion im Bereich der römischen Provinz Africa proconsularis stehen. Konkret ist folgenden Fragen nachzugehen:

  • Ausbreitung stadtrömischer Rituale in der Provinz differenziert nach dem unterschiedlichen Rechtsstatus der Siedlungen (colonia, municipium, Siedlung peregrinen Rechts)
  • Weiterleben indigener Religionspraktiken in der Religionsausübung
  • Umsetzung ikonographischer Modelle in der Kultikonographie aus dem Zentrum in die afrikanische Peripherie
  • unterschiedliche Darstellungsmodi von Ritualen als Ausdruck differenzierter Repräsentationsbedürfnisse  in der provinzialen Gesellschaft
  • Integrationspotential spezifischer Kulte für den provinzialen Raum, z.B. im Kaiserkult    
  • Religion und religiöse Ikonographie als Zeichen indigenen Widerstandes (?)
  • Trennung von römisch geprägten offiziellen Kulten in der Öffentlichkeit und einheimischen Kulten im privaten Bereich.

Die Egebnisse beider Forschungsprojekte zu Kleinasien und Nordafrika werden nach endgültigen Abschluss der Arbeiten in einer Monographie vorgelegt.