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Tafelgeschirrproduktion im Golf von Neapel von archaischer bis in frührömische Zeit – Neue Methoden zur Erforschung eines überregionalen Produktionszentrums

Projektträger: Institut für Klassische Archäologie
Kooperationen: Prof.ssa Dr. Giovanna Greco, Dipartimento di discipline storiche "Ettore Lepore", Università degli Studi di Napoli Federico II
Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici di Napoli e Pompei, Napoli
Centre Jean Bérard, Napoli
Prof.ssa Clementina Panella, Sapienza Università di Studi Roma, Dipartimento di scienze dell’antichità
Projektleitung: a.o. Prof. Dr. Verena Gassner
Mitarbeiter: Dr. Maria Trapichler
Finanzierung: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank, Projekt Nr. 14303 (Laufzeit Oktober 2011-Oktober 2012)

Scherbentyp von Campana A aus Neapel

Inhalt des Projektes bildet die Untersuchung der Produktionen von Tafelgeschirr in einer der wichtigsten Produktionsregionen des zentralen Mittelmeerraums, im Golf von Neapel. Im Zentrum steht die Schaffung von korrekten Voraussetzungen für die Bestimmung der Provenienz der Keramik, indem die Charakteristika der einzelnen Herstellungsorte – neben Neapel, Pithekoussai, Kyme sowie Puteoli – anhand ihrer fabrics von der Archaik bis in die frühe Kaiserzeit definiert und mit neuen methodischen Ansätzen auf der Grundlage  der Klassifikation des Scherbens, untersucht werden, um auf diese Weise eine Differenzierung der im Golf von Neapel gelegenen Produktionen von Tafelgeschirr zu ermöglichen. Dadurch soll die Basis für das Studium des regionalen Austauschs und überregionalen Handels der Keramikprodukte des Golfs von Neapel von der Archaik bis in die frührömische Zeit gelegt werden.
Die Untersuchung umfasst Keramikproben aus Neapolis (Grabungen der Soprintendenz beim Bau der Metropolitana), Pithekoussai – Ischia, Kyme (neue Grabungen der Università Napoli Federico II und des Centre Jean Berard) und Puteoli eines weiten Zeitraums vom 8. Jh. v. Chr. bis in frührömische Zeit. Sie umfasst somit die traditionellen archaischen Warengruppen der Ionischen Schalen und der streifenverzierten Gebrauchskeramik (ceramica a decorazione lineare) die klassische Glanztonware, hellenistische Campana A-Ware sowie frührömische Sigillata aus Neapel und Puteoli.

Die Ergebnisse wurden auf www.facem.at veröffentlicht werden.

Scherbentypen von Ionischen Schalen: 1. Ischia, 2. Cuma

Scherbentypen von klassischer Glanztonware aus 1. Cuma 2. Fundort. Velia, Provenienz: Golf von Neapel

Bibliographie zu FACEM:

  • V. Gassner - K. Schaller, Ein webbasiertes Informationssystem für Keramikscherbentypen (fabrics) im zentralen Mittelmeerraum (FACEM), Forum Archaeologiae 53/XII/2009 (http://farch.net)
  • V. Gassner – M. Trapichler, with a contribution from Kurt Schaller, A Web-based Information System of Pottery Fabrics in the Central Mediterranean (FACEM), in: G. Greco – C. Gasparri, Archeometria. Esperienze a confronto. Seminario di studi 15 aprile 2010, Napoli (in Druck)

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