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Vorträge

Die Vorträge finden, wenn nicht anders vermerkt, um 18 Uhr im Seminarraum 12 des Instituts für Klassische Archäologie (1. Stock) statt! 



H A U S K O L L O Q U I U M
Univ.-Prof. Dr. Hans Taeuber und Dr. Alice Landskron (Universität Wien)
Dienstag, 22. Mai 2012, um 18 Uhr c.t.

Ein Altar auf Wanderschaft – Zum Altar des Domitianstempels in Ephesos

Der Altar des Domitianstempels von Ephesos wurde im Zuge der Ausgrabungen von J. Keil entdeckt. Die Ausgräber konnten eine Altarhälfte freilegen, die sie noch in situ auf der Domitiansterrasse vorfanden. Die Sockelplatten und die darauf befindlichen Waffenreliefs wurden in das Efes Müzesi Selçuk verbracht und sind heute dort zu besichtigen. Die andere Altarhälfte wurde in der Spätantike abgebaut und in eine Brunnenanlage auf der Theaterstraße verbaut.
Im Fokus der Untersuchungen stehen die Datierung des Altars und die zeitliche Einordnung der Errichtung des Brunnens, die durch sekundär verwendete Inschriften eingegrenzt werden kann. Die Verbauung eines spätantiken Inschriftensteins im Brunnenbecken ermöglicht die Fixierung eines terminus post quem für die Aufstellung der Brunnenanlage.

 

G A S T V O R T R A G (Verein zur Förderung der Christlichen Archäologie)
Dienstag, 15. Mai 2012, 18 Uhr s.t.

a.o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Mihailo Milinković (Phil. Fakultät Belgrad, mittelalterliche Archäologie)
Serbien in der Spätantike und im Frühmittelalter

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ereignisse im zentralen Balkangebiet vom 4. bis zum 7. Jahrhundert, wobei lokale, sowohl römische als auch völkerwanderungszeitliche Aspekte vor allem anhand archäologischer Funde betrachtet werden.

 

G A S T V O R T R A G
Dienstag, 8. Mai 2012, 18 Uhr c.t.
Prof. Dr. Michaela Fuchs (Universität München)
Ein Ehrenbogen für Hadrian in Rom: Würdigung eines vielseitigen Kaisers am Ende seines Lebens

Mit Verwunderung und Unbehagen konstatierte man bislang in der Forschung, dass für Hadrian, der in den Provinzen durch zahlreiche Ehrenbögen gewürdigt wurde, in der Hauptstadt selbst kein derartiges Monument nachgewiesen werden könne. Tatsächlich aber wurde der Kaiser gerade in seinen letzten Regierungsjahren auch in der Hauptstadt durch mehrere Ehrenmonumente gewürdigt. Eines davon war der parallel zur antiken Via Flaminia errichtete monumentale Bogenbau, der als Eingangstor zu dem westlich davon gelegenen Kultbezirk diente. Die Thematik der zu diesem Ehrenbogen gehörigen Reliefs deutet darauf hin, dass die Leistungen und Verdienste Hadrians am Ende seines Lebens denkmalhaft herausgehoben und verewigt werden sollten.

 

H A U S K O L L O Q U I U M

Dienstag, 24. April 2012, um 18 Uhr c.t.
Mag. Dr. Gabrielle Kremer
(ÖAW)
und Mag. Dr. Franziska Beutler (Universität Wien)
Carnuntiner Werkstattgespräch III:
Das Heiligtum des Iuppiter Heliopolitanus in den Canabae von Carnuntum – Lasst die Steine sprechen

 

H A U S K O L L O Q U I U M
Dienstag, 27. März 2012, um 18 Uhr c.t.
Prof. Dr. Michael Erdrich
(Universität Wien)
Kontinuitäten und Diskontinuitäten im archäologischen Niederschlag von Nord-Süd-Kontakten

Seit der frühen Eisenzeit hat es immer wieder Kontakte zwischen dem Mittelmeerraum und verschiedenen Gebieten nördlich der Alpen gegeben. Im Zuge dieser hier allgemein als „Nord-Süd-Kontakte“ bezeichneten Beziehungen gelangten innerhalb eines in der Regel kaum länger als zwei oder drei Generationen andauernden Zeitraumes Konsumgüter aus dem Süden in den Norden, die fast ausnahmslos als Beigaben in den Bestattungen der tribalen Eliten aufgefunden werden. Wenn wir den materiellen Niederschlag der Beziehungen zwischen dem Imperium Romanum und den Gesellschaften des mitteleuropäischen Barbaricums ebenfalls als Ergebnis von Nord-Süd-Kontakten betrachten, werden wir mit überaschende Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Zusammenstellung der Funde konfrontiert.

 

G A S T V O R T R A G

Dienstag, 13. März 2012, 18 Uhr c.t.
Prof. Dr. László Borhy
(Eötvös-Lorand Universität Budapest)
Zwei Amphitheatra in Brigetio (Komárom/Szöny, Ungarn)? Möglichkeiten der Interpretation einer Bauinschrift

Gemäß der bisherigen Kenntnisse der Topographie von Brigetio (Komárom/Szőny, Ungarn) befand sich auf dem Gebiet der römischen Siedlung ein einziges (Militär)Amphitheater, das westlich des Legionslagers und östlich der Zivilstadt gelegen haben soll. Eine vollständig erhaltene, sechszeilige Bauinschrift, die 2004 in den Besitz des Klapka-György-Museums in Komárom kam, verweist auf die Existenz eines zweiten, erst unter Severus Alexander für die Zivilstadt erbauten Amphitheaters. Aufgrund der genauen Fundortangabe und von militärischen bzw. Katasterkarten aus dem 19. Jh. kann- zunächst nur hypothetisch - sogar das Amphitheater lokalisiert werden.

 

V O R F Ü H R U N G

Mittwoch, 1. Februar 2012, 17.00 c.t.
Vorführung des Dokumentarfilms "Mani´s S.O.S."
Der Film präsentiert eine Auswahl vom Verfall bedrohter, eindrucksvoller historischer und archäolgischer Denkmäler auf einer der Halbinseln der Peloponnes, der Mani.

 

G A S T V O R T R A G

Dienstag, 31. Jänner 2012, 18 Uhr c.t.
Dr. Garth Fowden (Centre for Greek and Roman Antiquity, National Research Foundation, Athen)
The Parthenon in a Qur’anic landscape

The Athens Parthenon served as a temple of Athena for one millennium, as a church of the Mother of God for another millennium, and then for almost four centuries as a mosque. This lecture concentrates on the Muslim phase not only of the Parthenon but of Attica generally, when the whole landscape was re-read in the light of Qur’anic mythology. It also reflects on the selective view of the Parthenon’s history which has prevailed since the temple was entrusted to archaeologists after the foundation of the modern Greek state. It is argued that the Parthenon, understood in its full diachronicity, may stand as a symbol of a new European identity, embracing Islam as well.

 

H A U S K O L L O Q U I U M
Dienstag, 17. Jänner 2012, um 18 Uhr c.t.

Dr. Erika Gal (ÖAW) und ao. Prof. Dr. Verena Gassner (IKA)
Carnuntiner Werkstattgespräch II: Rituelle Deponierungen und Kultmahlzeiten 
im Heiligtum des Iupiter Heliopolitanus in Carnuntum

 

G A S T V O R T R A G
Dienstag, 10. Jänner 2012 um 18 Uhr c.t.
Dr. Marina Sclafani
(Universität Rom, La Sapienza, Sezione etrusco-italica)
Die Familiengräber von Chiusi und Perugia als Quellen für eine Entwicklungslinie der etruskischen Plastik in hellenistischer Zeit
In dem Vortrag werden zwei zentrale Anliegen der neueren Forschung über etruskische Urnen behandelt: kontextbasierte Studien, wie sie zu den großen Familiengräbern von Chiusi und Perugia vorgestellt werden, und geeignete wissenschaftliche Methoden für die Bearbeitung von Altfunden, welche seit dem 18. Jh. in kommerziellen Ausgrabungen zum Vorschein kamen. Diese waren durchgeführt wurden, um die Fundgegenstände zu verkaufen oder zu sammeln, ohne daß ein weiterführendes Interesse für die Dokumentation des Fundkontextes bestanden hätte.

 

G A S T V O R T R A G
Priv.-Doz. Dr. Charlotte Schreiter (Humboldt-Universität, Berlin)
Dienstag, 13. Dezember 2011 um 18 Uhr c.t.
Die Basilica Aemilia auf dem Forum Romanum.
Renaissancezeichnungen als archäologisches Quellenmaterial

Neuere Untersuchungen haben die Basilica Aemilia auf dem Forum Romanum als einen der prächtigsten Repräsentationsbauten augusteischer Zeit wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Zeichnungen vor allem des frühen 16. Jahrhunderts geben Teile des heute zerstörten Gebäudes in einem älteren Erhaltungszustand wieder.Der Vortrag widmet sich der Frage, wie aktuelle archäologische Untersuchungen von diesen Zeichnungen als Dokumentationsmaterial profitieren können.

 

V O R T R A G (gemeinsam mit "ETEOKPHTH - Eteokriti. Verein zur wissenschaftlichen Erforschung Kretas und der Ägäis")

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Fritz Blakolmer (Universität Wien)
Mittwoch, 7. Dezember 2011, 17.00 c.t.

Von Mykene über Elis oder Lokris nach Athen? Wege und Irrwege der Bildkunst in den "Dark Ages" Griechenlands

 

H A U S K O L L O Q U I U M
Prof. Dr. Judith Barringer (University of Edinburgh – Internationales Forschungszentrum für Kulturwissenschaften Wien)
Dienstag, 6. Dezember 2011, um 18 Uhr c.t.
The Changing Image of Zeus at Olympia

Zeus is worshipped in several guises at Olympia, but his prevailing manifestation in images at Olympia is as Zeus Keraunios, the bellicose Zeus, who strides forward to fight. At least, this is the case until the mid-fifth century B.C. Then, the images change to a majestic seated Zeus, and this change pre-dates the colossal Pheidian Zeus of the 430s B.C., which was placed in the Temple to Zeus. This talk investigates the causes for this change and posits political and historical events that made the 'new' Zeus better suited to this Panhellenic site.
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H A U S K O L L O Q U I U M
Univ.-Ass. Dr. Jan-Marc Henke M.A. (Universität Wien)
Dienstag, 29. November 2011, um 18 Uhr c.t.

Neue Erkenntnisse zu Produktion und Chronologie zyprischer Terrakotten aus ostägäischen Fundkontexten mehr..

 

G A S T V O R T R A G
Prof. Dr. Günther Moosbauer (Universität Osnabrück)
Montag, 21. November 2011, um 18 Uhr c.t.
Roms Schlacht am Harzhorn

Im August 2008 wurde der Kreisarchäologie Northeim eine Fundstelle gemeldet, die sich als römisch-germanisches Gefechtsfeld am Harzhorn in der Nähe von Oldenrode in Niedersachsen erwies. Die starke römische Militärpräsenz belegen Ausrüstungsgegenstände, darunter eine große Anzahl von Militaria. Offenbar haben Germanen in den dreißiger Jahren des 3. Jahrhunderts einem römischen Heer an einer strategisch sorgfältig ausgesuchten Passstelle den Weg versperrt. Den römischen Truppen ist es jedoch gelungen, den Weg freizukämpfen, u.a. durch Einsatz von leichten Torsionsgeschützen, Bogenschützen, Infanterie und Kavallerie.

 

H A U S K O L L O Q U I U M
Univ.-Ass. Dr. Katharina Meinecke M.A. (Universität Wien)
Dienstag, 15. November 2011, um 18 Uhr c.t.
Encyclopaedic Illustration of an Empire:
Late Antique and Persian Models on the Façade of the Early Islamic Desert Castle Mshatta in Jordan

The Early Islamic desert castle Mshatta, erected in the mid 8th century, is famous for its architectural decoration, especially the reliefs on the central part of the façade. Instantly, the ornaments and the dense, tapestry-like relief composed of intertwined grape vines with birds and animals remind of antique models, such as mosaic pavements with inhabited vine scrolls known from churches and residential sites all over the ancient Middle East. Only at a closer look it becomes evident that the decoration is composed of innumerable different motifs, taken not only from Hellenistic-Roman art, but also from Late Antique Egyptian and Sasanian art. These influences from different regions with a rich artistic tradition, incorporated into the young Islamic Empire by the Umayyads, were deliberately merged to create a new artistic expression – the illustration of an empire.

 

 

G A S T V O R T R A G
Dr. Irina Zavadskaya (Institute of Oriental Studies, National Academy of Sciences, Simferopol, Ukraine)
Dienstag, 8. November 2011 um 18 Uhr c.t.
EARLY CHRISTIAN CHERSONESOS IN CRIMEA: HISTORY – EXCAVATIONS (1827-2010) – MONUMENTS

Chersonesos was one of the largest Greek cities of the northern Black Sea region and the main outpost of the Byzantine Empire in the Crimean peninsula. In the early Byzantine period Chersonesos or Cherson became the largest Christian center in the region. At that time at least fifteen churches were constructed. The necropolis of the city also has Christian monuments, among them eleven painted tombs. The lecture presents major Christian monuments of Chersonesos and the history of their excavation – which is also a very significant example of the difficult and long development of Christian archaeology.

 

 

G A S T V O R T R A G
Dr. Henri Tréziny (Directeur de recherche au CNRS, Aix-en-Provence)
Dienstag, 25. Oktober 2011, 18 Uhr c.t.
Megara Hyblaea and the Kingdom of Syracuse (Sicily) in Hellenistic times

 

H A U S K O L L O Q U I U M

Univ.-Prof. Dr. Günther Schörner (Universität Wien)
Dienstag, 11. Oktober 2011, um 18 Uhr c.t.

Eine ‚Artemis’ für alle:  Kultikonographie im Imperium Romanum mehr...

 

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Letzte Änderung: 16.05.2012 - 09:29