V O R T R A G –vor Ort (SE 12)
Die, 6. Mai 2025, um 18 Uhr s. t.
Agnes Henning (HU Berlin)
Das antike Süditalien war in der vorrömischen Zeit prägenden Veränderungen ausgesetzt. Unser Blick in den Klassischen Altertumswissenschaften richtet sich dabei zumeist auf die griechischen Poleis an den Küsten. Um die vielfachen Prozesse zu verstehen, ist es jedoch wichtig, auch das Binnenland einzubeziehen und somit die verschiedenen Interaktionen zu greifen. Die größtenteils bergige Region war im 1. Jahrtausend v. Chr. durch zahlreiche Höhensiedlungen charakterisiert, die seit dem Übergang vom 4. zum 3. Jahrhundert v. Chr. von Mauergürteln umgeben wurden und damit ihr Siedlungsmuster deutlich veränderten. Die heute teilweise sehr schwer zu erreichenden Orte und ihre Fortifikationen hatten aber nicht nur eine defensive Aufgabe, sondern waren auch ein klares Zeichen eines neuen gemeinschaftlichen Selbstbewusstseins in einer Zeit des Umbruchs. Der Vortrag zeigt, wie es unter Anwendung verschiedener Methoden gelingt, die Entwicklung dieser Siedlungen nachzuzeichnen und sie in die historischen und kulturellen Abläufe des antiken Süditalien einzuordnen.