Funktion, Symbolik und Kontext georgischer Stelae

V O R T R A G – SR 12

Manuela Studer-Karlen (Universität Wien)

Die, 5. Mai 2026, um 18 Uhr s. t.

V O R T R A G – SR 12

Die, 5. Mai 2026, um 18 Uhr s. t.

Manuela Studer-Karlen (Universität Wien)

In Georgien stellen Kreuzstelen ein besonders bemerkenswertes Phänomen der frühmittelalterlichen christlichen Kunst dar. Die Tradition, Steinkreuze zu errichten, reicht bis in jene Zeit zurück, als der Legende nach die ersten Holzkreuze von der Heiligen Nino aufgestellt wurden. Im Laufe der Zeit verbreitete sich im ganzen Land die Errichtung von Holzkreuzen, die später zunehmend durch Steinkreuze ersetzt wurden und sich so zu einem prägenden Merkmal der sakralen Landschaft entwickelten. Die Blütezeit dieser Kunstform zwischen der Mitte des 6. und dem 7. Jahrhundert lässt sich eng mit der Förderung durch lokale Herrscher verbinden. Der Vortrag widmet sich der Praxis, Verstorbene in Andachtsbilder zu integrieren. Im Mittelpunkt stehen dabei zahlreiche Darstellungen lokaler Persönlichkeiten, die innerhalb der Bildprogramme der Kreuze erscheinen – eingebettet in biblische Szenen, in Begleitung regionaler Heiliger und vermittelt durch eine vielschichtige symbolische Bildsprache. 

Kontaktperson: Renate Pillinger

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