Von der Werkstatt auf den Tisch: Neue Einblicke in die Produktion der Eastern Sigillata B

V O R T R A G – SR 12

Laura Rembart (ÖAW/ÖAI)

Die, 4. November 2025, um 18 Uhr s. t.

V O R T R A G – SR 12

Die, 4. November 2025, um 18 Uhr s. t.

Laura Rembart (Österreichisches Archäologisches Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)

In augusteischer Zeit (30 v. Chr.–14 n. Chr.) begann im Hinterland von Ephesos, in der heutigen Westtürkei, die Produktion der sogenannten Eastern Sigillata B (ESB). Die römische Keramikware entwickelte sich recht schnell zu einem Massenprodukt, das ab der Mitte des 1. Jh. n. Chr. zum beliebtesten Tafelgeschirr im östlichen Mittelmeerraum zählte. Obwohl die ESB schon seit 1904 bekannt ist und es eine grundlegende Typo-Chronologie gibt, sind noch große Forschungsdesiderate offen. Diese betreffen vor allem Produktion und Herstellungstechniken sowie Absatzmärkte. Das FWF-geförderte Projekt „Still discoverable: A reconsideration of Eastern Sigillata B“, das am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW durchgeführt wird, setzt darauf, die offenen Fragen durch eine umfassende (Neu-)Untersuchung der ESB-Funde zu klären. In Verbindung mit neuen archäometrischen Analysen sollen ESB-Werkstätten erkannt und die Produktionsreihen genauer spezifiziert werden.

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