Zeit(en) des Umbruchs

01.06.2022

T A G U N G S B E R I C H T

17. Internationale Tagung zum Provinzialrömischen Kunstschaffen –

Wien / Carnuntum, 16. Mai – 21. Mai 2022

Bei der 17. Internationalen Tagung zum Provinzialrömischen Kunstschaffen zum Rahmenthema "Zeit(en) des Umbruchs" kamen vom 16. bis 21. Mai 2022 rund 100 Wissenschaftler*innen aus 21 Ländern in Wien und Carnuntum zusammen, um in insgesamt 62 Vorträgen ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Veranstalter der Tagung waren die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität Wien und das Land Niederösterreich.

Die ersten drei Tage wurden im feierlichen Ambiente des Kleinen Festsaals der Universität Wien abgehalten und waren den Schwerpunkt-Sektionen „Neufunde“, „Methoden“ und „Zeiten des Umbruchs und Spätantike“ gewidmet. Am Abend des 16. Mai fand zudem der Festvortrag von Isabel Rodà de Llanza zum Thema „Roman sculpture as a multidisciplinary research focus“ mit anschließendem Empfang statt. Am 17. Mai wurde das Vortragsprogramm von einer Führung durch das römische Wien und einem Besuch samt Empfang im Römermuseum in der Wiener Innenstadt abgerundet. Während der gesamten Tagung bestand für die Tagungsteilnehmer*innen die Möglichkeit eines Besuchs im Kunsthistorischen Museum und im Ephesos Museum.
Am 19. und 20. Mai war die Kulturfabrik in Hainburg Veranstaltungsort. Hier wurden die Vorträge aufgrund der großen Zahl an Anmeldungen in zwei parallelen Sektionen abgehalten. Damit blieb genügend Zeit für geführte Rundgänge durch den Archäologischen Park Carnuntum – verbunden mit einem großzügigen Empfang der Niederösterreichischen Landesregierung im stimmungsvollen Ambiente der rekonstruierten Thermen – und die Besichtigung etwas abseits davon gelegener Monumente wie den beiden Amphitheatern und dem Heidentor. Natürlich durfte angesichts des überwiegend aus Steindenkmäler-Spezialist*innen bestehenden Teilnehmerfeldes ein Besuch des Lapidariums hinter dem Archäologischen Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg und des Steindepots in der Kulturfabrik selbst auch nicht fehlen.
Als der Großteil der Teilnehmer*innen bereits abgereist war, unternahm eine Gruppe von rund 30 Personen am 21. Mai schließlich eine Exkursion ins Hinterland von Carnuntum. Unter fachkundiger Führung, unter anderem durch Mitarbeiter*innen des Bundesdenkmalamtes, wurden die Palastruine Bruckneudorf, das Landesmuseum Burgenland in Eisenstadt, das Stadtmuseum Mannersdorf sowie der Pavillon beim „Gschlössl“ in Leithaprodersdorf besichtigt. Zum Abschluss dieses informativen Tages wurde uns von der Gemeinde Leithaprodersdorf ein „Achterl“ sowie eine Brotjause serviert, sodass wir in geselliger Runde bei einem Gläschen burgenländischen Weines auf die Tagung anstoßen konnten.
Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit und bei allen Teilnehmer*innen für ihre Präsentationen, die Diskussionsbeiträge und die allgemein gute und kollegiale Stimmung während der Tagung. Unser besonderer Dank gilt allen, die bei der Durchführung in Wien und Carnuntum tatkräftig mitgewirkt haben: für die Wiener Tage besonders den (studentischen) Helfer*innen Olivér Borcsányi, Michaela Löffler, Felix Michler, Tomáš Sobihard und Elisabeth Todt, für Carnuntum dem äußerst kompetenten Team von Eduard Pollhammer und Bernadette Malkiel!

(Franziska Beutler – Julia Kopf – Gabrielle Kremer)

Fotografische Eindrücke

Website: https://crpa-xvii.univie.ac.at/

Tagungsprogramm

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