"ὁ παῖς καλός", "ἐποίησεν", "χαῖρε" – etwa zwanzig attische Gefäße und Fragmente aus der Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie tragen Auf- und Beischriften, Signaturen und Ritzinschriften. Die Stücke bieten einen Überblick über den Einsatz von Schrift auf Geschirr aus den Werkstätten des archaisch-klassischen Athen und wurden seit Oktober 2021 in einem Lehrforschungsprojekt bearbeitet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die sich unter anderem zu einem Study Day traf, werden nun in einem Blog in wöchentlichen Beiträgen bis April 2023 vorgestellt.



Jeder Blog-Beitrag geht von einem Exponat aus, bespricht die Form und den Maler des Gefäßes und skizziert die Provenienz des Stücks, dessen oftmals verworrene moderne Objektgeschichte und den Weg in die Wiener Sammlung. Im Mittelpunkt stehen aber der Bildschmuck und die Beschriftung der Gefäße, die wechselseitigen Beziehungen der Medien Bild und Text, die Bedeutung von und der Umgang mit texttragenden Artefakten in der Antike und die visuellen Qualitäten von Schrift. Der Blog richtet sich an Klassische Archäolog*innen und an alle, die sich für die klassische Antike, deren Bild- und Schriftkultur sowie für Universitätssammlungen und deren Geschichte interessieren.

Link zum Blog

 Ö1 KINDERUNI: Römer und Andere. Über das Alltagsleben im Imperium Romanum

Donnerstag, 17.November 2022 um 16:40 Uhr

Vor rund zweitausend Jahren, zu seinen Glanzzeiten, umfasste das römische Imperium Gebiete rund um das Mittelmeer, Nord- und Osteuropa. Rund 80 Millionen Menschen, das war damals etwa die Hälfte der Weltbevölkerung, lebten in diesem multikulturellen Vielvölkerreich: Auch weite Teile Österreichs zählten zum römischen Reich - bekannt ist etwa die Legionsstadt Carnuntum im heutigen Niederösterreich. Die Menschen in den eroberten Gebieten konnten zwar weiterhin ihre Religion und Tradition ausüben, die meisten Freiheiten besaßen aber jene, die das römische Bürgerrecht hatten.

Archäologin Julia Kopf von der Universität Wien vermittelt den Ö1 Kinderuni-Reporter:innen, wie sich der Alltag in Rom und in den Provinzen gestaltete und wie das Leben von Soldaten ausgesehen hat.

Auch nachzuhören unter:
https://oe1.orf.at/programm/20221117/698228/Roemer-und-Andere

Ein Bericht über unerwartete Forschungsergebnisse in Spanien und Portugal

Im Gastblog der Tageszeitung "Der Standard" schreiben die Wissenschafterinnen Pandora Aschauer, Lana Marie Boroch, Ines Guth und Elisabeth Todt über eine dreiwöchige Feldforschungskampagne.

zum Blog-Beitrag

 Luxusgeschirr? Nein, aber für die Archäologie eine bedeutende Quelle! – Terra Sigillata aus Händlerdepots

"ausgegraben.at"

Der Archäologie-Blog aus Vorarlberg

Wo wird in Vorarlberg und in den angrenzenden Regionen gegraben? Wie arbeiten Archäolog*innen eigentlich? Welche Fragen beschäftigen sie? Und welche spannenden kulturgeschichtlichen Erkenntnisse können sie gewinnen? Auf diesem Blog halten wir dich auf dem Laufenden.

Blogbeitrag von Julia Kopf (Institut für Klassische Archäologie Universität Wien)

 Fake & Irrtum: Falsche Fährten in den kulturhistorischen Fächern einst und heute

Blogprojekt der "Fakultätsgruppe Öffentlichkeitsarbeit" der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

Fritz Blakolmer – Angelika Hudler – Maximilian Hartmuth


Desinformation, Manipulation, Fälschungen, Irrtümer und ihre Auswirkungen beschäftigen schon seit jeher Historiker:innen und Kulturgeschichtler:innen: zum einen als Elemente der verschiedenen Zeiten und Kulturen, die sie erforschen; zum anderen im eigenen gelebten Forschungsalltag. Dieser Blog der Fakultätsgruppe Öffentlichkeitsarbeit präsentiert in monatlichen Beiträgen Fallstudien zu Fake & Irrtum aus dem Bereich der historisch-kulturwissenschaftlichen Fächer. Wir möchten die vielgestaltigen Phänomene falscher Fährten in Vergangenheit und Gegenwart beleuchten, auf ihre Relevanz und Brisanz in den Geisteswissenschaften hinweisen, aber auch Aufklärungsarbeit leisten. Im Logo werden uns dabei der Verschwörungstheoretiker Herrmann Knüppel und die Historikerin Dr. Lenka Kniffel als fiktive Maskottchen begleiten.

Zum Blog: https://fake-oeffi-arbeit-histkult.univie.ac.at

Ausstellung

5. Mai bis 2. Juli 2022 (Universität Graz)
25. Oktober bis 16. Dezember 2022 (Universität Wien)

Haute Couture aus der bronzezeitlichen Ägais

Die Antike lebt. Und das nicht nur in neuen Inszenierungen bekannter klassischer Dramen des antiken Griechenland. Am Institut für Antike an der Uni Graz hat man einen etwas unkonventionellen Zugang zur Erschließung von Lebensgefühl aus dieser Zeit gewählt: In der Ausstellung "Der Faden der Ariadne" werden bis 2. Juli im Gipsmuseum neugeschneiderte Gewänder, die antiken Vorbildern auf Vasen, Wandfresken oder Statuetten der bronzezeitlichen Agäis (2. Jahrtausend vor Christus) nachempfunden sind. Die Schau wurde von den ArchäologInnen Elisabeth Trinkl, Elli Papazoi (Uni Graz) und Fritz Blakolmer (Uni Wien) kuratiert.
Die Erforschung antiker Gewänder und deren Nachproduktion ist das Spezialgebiet der us-amerikanischen Archäologin Bernice Jones. Sie war es auch, die die Einzelstücke anhand bildlicher Darstellungen entworfen, angefertigt und schlussendlich in den USA, in Australien und in Griechenland der Öffentlichkeit präsentiert hat. Nun brachte sie ihre modischen Schöpfungen erstmals nach Österreich.

 Römer (oder so?) in den Provinzen des Imperium Romanum. Einblicke in die Bevölkerungsvielfalt eines antiken Weltreichs

Vortrag für Kinder im vorarlberg museum in Bregenz am Sa, 22.10.22, 14:30-16:00 Uhr.

Wer lebte vor rund 2.000 Jahren in den Provinzen des Römischen Reichs? Wer waren die dortigen "Römer" und "Römerinnen", welche Sprachen verwendeten sie, wie kleideten sie sich? Anhand des Beispiels der nördlichen Provinzen (von Österreich bis England) will ich euch die kulturelle Vielfalt der "Provinz-Römer" zeigen.

Referentin: Julia Kopf, Institut für Klassische Archäologie Universität Wien

Weitere Informationen

Samstag, 1. Oktober 2022, 18.00 bis 01.00 Uhr

Veranstaltungen in der Archäologischen Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie
(1190 Wien, Eingang Philippovichgasse 11)

Weitere Infos:

ORF-Lange Nacht der Museen 2022

Archäologische Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie


(UN)DRESS: MODE IM ALTERTUM

(VON 18.00 BIS 01.00 UHR)

Kleider machen Leute. Die Art und Weise, wie wir uns kleiden, ist von zentraler Bedeutung für unsere Identität. Das war schon immer so, auch in der Antike. Dieses Sonderprogramm mit Vorträgen, dramatischen Lesungen, Führungen und einer Live-Modeschau erweckt die Welt der antiken Mode zum Leben.


KLEIDER MACHEN LEUTE. KLEIDUNG UND IDENTITÄTEN IN DER GRIECHISCHEN ANTIKE

(UM 19.00 UHR UND UM 21.00 UHR)

Wie kleidete man sich in der griechischen Antike, und welche Rolle spielte Kleidung im öffentlichen Leben? Was bedeuten die Symbole auf den Schilden von Kriegern? Wer trug bei religiösen Veranstaltungen Leopardenfell? Und warum bevorzugen Barbaren Pyjamas? Bei einem Vortrag erfahren Sie mehr dazu.
Dauer: 40 Minuten.


"HEBT DIE RÖCKE, LEGT DIE BÄRTE UM!"

(UM 20.00 UHR UND UM 22.00 UHR)

Genießen Sie Aufführungen von Szenen aus dem griechischen Drama.
Dauer: 20 Minuten. (Filmausschnitt)


MINOISCHE MODELS (VON 18.00 BIS 00.00 UHR)

Lassen Sie sich in die Modewelt der bronzezeitlichen Ägäis entführen.


LÄNDLICHES LEBEN IM DONAU-RAUM (VON 18.00 BIS 00.00 UHR)

Das "Living history"-Projekt lässt die Antike auferstehen.


KÖRPER, KLEIDUNG UND KOSMETIK – DIE SAMMLUNG ENTDECKEN

(VON 18.00 BIS 01.00 UHR)

Entdecken Sie antike Kleidung, Mode und Körper auf einem der thematischen Rundgänge durch die Sammlung.

Haben die alten Römer*innen wirklich so etwas gegessen?

Was glaubst du, haben die alten Römer*innen in der Antike den ganzen Tag gegessen? Und woher wissen wir überhaupt, was bei einer Familie auf den Tisch kam? Gemeinsam möchten wir uns die römische Küche etwas genauer ansehen und herausfinden, wie echte Römer*innen zu speisen pflegte.

Wir werden uns in diesem Seminar archäologische Funde, antike Kochbücher und Möglichkeiten ansehen, wie man heute noch römisch kochen kann.

Donnerstag, 14. Juli 2022 von 13.30 bis 14.30 Uhr
Seminar von Nisa Kirchengast und Dominik Hagmann
Weitere Infos: https://www.kinderuni-anmeldung.at/event.php?event_id=3310

Einblicke in die Bevölkerungsvielfalt eines antiken Weltreichs

Wer lebte vor rund 2.000 Jahren in den Provinzen des Römischen Reichs? Wer waren die dortigen "Römer", welche Sprachen verwendeten sie, wie kleideten sie sich? Anhand des Beispiels der nördlichen Provinzen (von Österreich bis England) will ich euch die kulturelle Vielfalt der "Provinz-Römer" zeigen.

Montag, 18. Juli 2022 von 10.30 bis 11.30 Uhr
Vorlesung von Julia Kopf
Weitere Infos: https://www.kinderuni-anmeldung.at/event.php?event_id=3645

Elisabeth PLANK − CD-Präsentation

Die vielfach ausgezeichnete Harfenistin Elisabeth Plank zeigt sich auf ihrer neuen CD als virtuose Grenzgängerin zwischen Epochen und Stilen, auch abseits bekannter Klangpfade.

CD-Präsentation der Harfenistin Elisabeth Plank am 24. März 2022 im KlangTheater im ORF RadioKulturhaus